Frank Hess – Aquarelle und mehr…

Konzeptionelles Arbeiten in der Kunst?

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In dieser zweiten Woche unserer Bloparade fragte Julia Tepasse „Ist es in der Kunst wichtig, konzeptionell zu arbeiten?“

Was ist ein Konzept in der künstlerischen Arbeit? Für mich steht dahinter ein Plan, eine Grundidee, ein Gerüst. Plane ich? Für mich kann ich die Frage mit ja beantworten. Zu Beginn meiner Arbeit habe ich zwar noch nicht das fertige Bild vor Augen, jedoch die Richtung in welche es gehen soll. Nachdem ich mir ein Motiv ausgesucht habe, entscheide ich was mir wichtig ist bei diesem Motiv, was kann man vernachlässigen, was fällt weg? Nun überlege ich mir, welche grobe Farbrichtung ich einschlage, bevor ich mit den ersten Pinselstrichen beginne. Und ab da fließt es… Ja, ich kann es nicht anders erklären, ich lasse die Farben gern auf dem Papier fließen. Dann hier und dort etwas mehr Farbe einbringen, an anderer Stelle reduzieren, Farben ineinanderlaufen lassen, noch eine Lasur auftragen. Aber das entwickelt sich mit dem Bild. Jedoch ist dieser Bereich dann schon eher die Handschrift des Künstlers. Bis dahin ist der Beginn meistens recht gleich, eben konzeptionell. Ich arbeite hauptsächlich mit Aquarell und Tusche und da man mit diesen Materialien wenig retuschieren kann muss ich ein gewisses Konzept im Kopf haben, spontane Änderungen sind schwerer umsetzbar, sofern man den Charakter und die Eigenschaften der Farben nutzen und nicht zerstören möchte. Bei Auftragsarbeiten mit genauen Umsetzungsvorstellungen des Kundes wird aus einem Konzept so auch schnell ein durchgeplantes Projekt, kommt darauf an, wie stark meine eigenen Freiheiten bei der Umsetzung sind.

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Written by Frank Hess

04/29/2011 um 23:36

2 Antworten

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  1. Ich nochmal,
    15 zu 8 für das Konzept, 9 Enthaltungen oder besser: Gleichsetzung, fließender Übergang…
    Nachdenken über Kunst kommt gleich nach Kunst machen:
    Susanne Haun: „Spontanität ist mein Konzept“ oder
    Helen König übersetzt konzeptionelles Arbeiten mit forschen.
    Die Wissenschaft als Schwester der Kunst !
    Kunst als Ware, wie Dirk es sieht, der existentielle Aspekt des Künstlers…
    Und danke Walter für den *Punkt*.
    Wenn ich all die schönen Beiträge lese, fühle ich mich nicht bestätigt, sondern
    bereichert, deshalb dieses kleine ungefragte Fazit.
    Julia, ist es wichtig in der Kunst konzeptionell zu arbeiten?
    Wenn die Konzeptionisten nicht aufhören zu spielen, sich selbst zu überraschen…
    dann JA.
    „Oh! Tut mir leid. Hab‘ ich dich aus dem Konzept gebracht? Das wollte ich nicht. Bitte, sprich weiter. Du hast irgendwas von „besten Absichten“ gesagt.“ (aus Pulpfiction)

    Falk Mechelk

    04/30/2011 at 3:29

    • Wieso ungefragtes Fazit? Lass öfters was von Dir hören. Gruß, Frank

      Frank Hess

      05/01/2011 at 22:35


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