Beitrag verschlagwortet mit ‘Papier’
Kalenderblatt Monat Oktober
Ein neuer Monat beginnt und ein sehr stressiger ist vorbei. Für kreative Dinge war leider gar kein Platz, aber dafür steht ein Hausprojekt kurz vor dem Ende und das ist es dann auch wieder Wert. Da ich diesen Monat nicht einen Tag einen Pinsel in der Hand hielt, kann es auf jeden Fall nicht noch weniger werden ![]()
Zeichnung Mohnblumen
Zur Zeit sind sie überall an den Feldern zu sehen, die roten Mohnblumen. Mit ihren zarten Blütenblätter und den dünnem Stiel stehen sie meist am äußeren Rand und trotzen Wind und Wetter. Hier eine einfarbige Zeichnung…
Der Frühling öffnet sie – Knospen
Es ist gerade kurz nach Mitternacht und wunderbar ruhig. Zu dieser Zeit arbeite ich sehr gern, kann mich konzentrieren, habe Zeit, niemand lenkt ab, die Umgebung schläft. Nachher, so in sieben Stunden, wird Töchterchen uns wieder wecken und sagen “Papa, Du hast aber kleine Augen”. Egal, war meine Zeit…
Hyazinthe
Draußen habe ich sie dieses Jahr noch nicht gesehen, darum beim Blumenhändler gekauft, ist diese Pflanze doch unser typischer Frühlingsbote. Einerseits sieht sie wunderbar aus, wohl aber hauptsächlich durch den markanten Duft, gehört die Hyazinthe für uns jedes Jahr in die Blumenschale. Festgehalten mit Indigotusche auf Büttenpapier von Silberburg…
Das gute Blatt
Wie bei einem feinen Wein oder einem leckeren Essen gibt es diese Beschreibung natürlich auch in der Kunst
und für Aquarell- und Tuschemaler ist es dann meistens “das gute Blatt”. Doch wann fällt ein fertiges Bild in diese Kategorie?
Für die akademischen Sichtweisen gibt es unzählige Bücher, fast jedes Anleitungsbuch beschäftigt sich mit der Thematik der “richtigen” Herangehensweise. Aber was ist richtig oder falsch und wer legt diese Richtlinien fest? Ich kann und möchte nur für mich sprechen, denn beim Malen und Zeichnen ist es wie mit Essen,
jeder kocht anders und jedem schmeckt es anders. Nur das Grundrezept sollte stimmen, Variationen und neue Kreationen sind herzlich willkommen.
Mein Grundrezept sind Wasser, Aquarellfarben, Tusche und das Papier. Diese haben gewisse Eigenschaften welche ich für meine Arbeiten bevorzuge und die sie für mich und meine Malerei interessant machen.
Ich liebe das Fließen der Wasserfarben auf dem Papier, mit Pinsel kontrollierter, dann wieder mittels Sprühflasche etwas unkontrollierter, auf jeder Papiersorte anders.
Unkontrollierter heißt aber lediglich, dass das Ergebnis kein genauer Pinselstrich ist, sondern man gibt eine Richtung oder Effekt vor, wobei man aber schon ein bestimmtes Ziel zu erreichen versucht, schließlich kennt man seine Materialen. Von Andreas Mattern stammt das Motto: “Lebendigkeit ist wichtiger als richtig”, welches ich sehr gern übernommen habe. Mir kommt es vor allem darauf an, dass etwas auf dem Papier passiert. Unwesentliches darf gern weggelassen werden, sollte es zur Harmonie auf dem Bild beitragen, kann auch mal etwas hinzugefügt werden. Sofern man dadurch das Bild nicht generell verfälscht, sondern es nur belebt, nehme ich mir gern gewisse Freiheiten (und für eine realistische Darstellung einen Fotoapparat). Wichtig ist, dass es am Ende passt, dann darf der Goldene Schnitt auch mal mittig sein ![]()
Gelingt es immer? Die Antwort ist ein klares “Nein”. Aber mit jedem Blatt geht man einen Schritt in die richtige Richtung, man lernt dazu. Wichtig ist die gewonnene Erfahrung auf den nächsten Bogen Papier mitzunehmen. Zufrieden bin ich dann, wenn ich ein Bild gern betrachte, auch noch nach längerer Zeit.






